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One Health: Wie unser Wohlergehen und das unserer Tiere zusammenhängen

11. Januar 2019

Bei Gesundheit geht es um viel mehr als nur um uns selbst. Und es beginnt mit unseren Haustieren.

Wenn Sie über Gesundheit nachdenken, geht es da nur um Sie selbst? Oder denken Sie auch an die Gesundheit derjenigen in Ihrem Umfeld? Und zählt auch Ihr Haustier dazu?

Diese Fragen stehen im Fokus von One Health. Es geht um Überlegungen zur Gesundheit, die sich auf die Verflechtung von Ökosystemen konzentriert, insbesondere bei Tieren und ihren Besitzern. Da wir eine enge Beziehung mit unseren Haustieren eingehen, kann das, was dem einen passiert, auch Auswirkungen auf den anderen haben. Das müssen wir verstehen.

Unsere Haustiere schenken uns Freude, Geborgenheit und emotionale Unterstützung. Darum ist es so wichtig, dass wir auf sie achtgeben. Doch damit nicht genug: Wenn wir uns nicht um ihre Gesundheit kümmern, kann sich das stärker auf uns auswirken, als uns bewusst ist. Bei One Health geht es genau um diese Verbindung: einen umfassenderen Ansatz bei der Tier- und Menschengesundheit – einen, der für uns alle funktioniert.

Wer in einem Haushalt mit Hund lebt, hat ein um 15 % geringeres Risiko, an einem Herzleiden zu sterben

Welpenliebe: Die gesundheitlichen Vorteile, mit einem Tier zu leben

Immer mehr Menschen weltweit haben ein Haustier. Die Gründe dafür sind leicht zu verstehen: Ein Haustier bietet körperliche und seelische Vorteile: es ist Ihr bester Freund, ein Familienmitglied und eine kuschelige Schulter, an der man sich ausweinen kann.

Das hat nichts mit Sentimentalität zu tun, sondern wird durch solide Fakten untermauert. Wussten Sie zum Beispiel, dass Ihr Risiko, an einem Herzleiden zu sterben, 15 % geringer ist, wenn ein Hund in Ihrem Haushalt lebt? Oder dass man herausgefunden hat, dass Haustiere entscheidend dazu beitragen, langfristige Probleme mit der geistigen Gesundheit zu bewältigen?

Wir müssen die Gesundheit unseres Haustiers schützen

Wie jedoch jeder weiß, der schon einmal ein Haustier besessen hat, steckt hinter einer gesunden Beziehung zwischen Mensch und Tier Arbeit. Ein gesundes Tier kann ein unersetzlicher Freund sein, ein krankes braucht jedoch unsere Hilfe und Unterstützung. Und wenn sich der Besitzer nicht aktiv um das tierische Wohlergehen kümmert, kann das auch ein Risiko für ihn selbst sein.

Mehr als 60 % der Infektionskrankheiten für Menschen sind zoonotisch, also vom Tier auf den Menschen übertragbar.

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Borreliose ist eine Erkrankung, die sich Hunde und Menschen gleichermaßen durch Stiche infizierter Zecken zuziehen können. Borreliosefälle haben sich in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt und eine beträchtliche Anzahl von Ländern gelten als Risikogebiete. Die Stiche infizierter Zecken können bei Hunden und Katzen jedoch durch veterinärmedizinische Produkte wie Zeckenhalsbänder oder Tropfen vermieden werden. Borreliose ist aber nicht die einzige Zoonose, an der alle Familienmitglieder leiden können.

Die Katzenkratzkrankheit beispielsweise ähnelt einem grippalen Infekt und kann von Katzen übertragen werden, die sich mit Bartonella henselae-Bakterien infiziert haben, in den meisten Fällen durch Flöhe. Etwa 40 % aller Katzen tragen die Bakterien irgendwann in ihrem Leben in sich, ohne klinische Symptome zu zeigen. Und auch hier ist eine einfache Lösung zur Hand: vorbeugende Medikamente schützen vor Flohbissen.

Leishmaniose ist eine ernste Erkrankung für Mensch und Tier (insbesondere Hunde) und wird durch infizierte Sandmücken übertragen. Die Übertragung auf den Hund zu verhindern, ist ein wichtiger Schritt, um das Infektionsrisiko für den Menschen zu senken, und lässt sich einfach mithilfe lizenzierter Produkte erreichen.

Dies erfordert keinen großen Aufwand: Es sind leicht zugängliche, vorbeugende Medikamente, die den entscheidenden Unterschied zwischen einem glücklichen Haustier und einer Umgebung ausmachen können, von der keiner profitiert.

„Man kann keine Grenze zwischen Mensch und Tier ziehen“

– Norbert Mencke, Head of Policy and Stakeholder Affairs bei Bayer

Von der Reaktion zur Prävention

Darum geht es bei One Health: Sich um seine Tiere zu kümmern, ist nicht nur gut für sie, sondern auch das tierische und das menschliche Ökosystem profitieren davon. Es ist eine Ökologie der Gesundheitsfürsorge für Mensch und Tier.

In der Praxis umfasst dies einen einheitlichen Ansatz, bei dem Tierärzte, Humanmediziner, Tierbesitzer und sogar Behörden zusammenarbeiten, damit jeder über die benötigten Informationen und Fähigkeiten verfügt, um vorbeugende Schritte zu einem glücklichen und gesunden Zusammenleben zu ergreifen.

„Man kann keine Grenze zwischen Mensch und Tier ziehen“, so Norbert Mencke, Head of Policy and Stakeholder Affairs bei Bayer. „Das bedeutet, dass die Sichtweisen anderer Fachleute, ob Biologen, Umweltschützer oder Wirtschaftswissenschaftler, auch in die notwendige ‚One Health‘-Herangehensweise an die Gesundheit einfließen sollten.“

Und genau das steht im Fokus des „One Health“-Ansatzes für die Gesundheit. Unsere Vorstellungen und unser Bewusstsein darüber zu verändern, wie wir gesund bleiben. Wenn wir nicht nur das eigene Wohlergehen betrachten, profitieren nicht nur wir, sondern auch unsere Haustiere und die Welt im Allgemeinen.

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